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Thema: Donkey Kong Country: Tropial Freeze Review

  1. #1
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    Idee Donkey Kong Country: Tropial Freeze Review

    Einleitung
    Vorab will ich kurz sagen, dass ich, da alle Arbeiten am Haus gerade ruhen, oder erledigt sind, ich etwas mehr Zeit hatte zu Zocken und hier während ich auf MK8 warte schnell mal noch meine Wertung für das ein oder andere Spiel raus hauen will.
    Drei Spiele sind das im Ganzen, die sind nicht nagelneu, aber trotzdem Topaktuell und als 1st Partys natürlich alle mehr, oder weniger genial.

    Hier und jetzt will ich euch über Donkey Kong Country informieren, dass ich eigentlich eher zufällig günstig bei eBay erstanden hab, da ich ne saftige Strom-Rückzahlung bekommen hab, und mir als Belohnung ein Spiel gönnen wollte.

    Story
    Wie bei vielen Nintendo Classics ist die Story recht schnell und einfach abgeklärt. Donkey und seine Kumpel, namentlich Diddy, Dixie und Opa Cranky, feiern gerade schön und in hübscher HD Optik Geburtstag, als wie aus dem Nichts die Flotte der habgierigen Viehkinger auf dem umliegenden Ozean heran naht. Dieser frechen Bande gefällt die Kong Insel auf den ersten Blick und promt frieren die schadenfrohen Unholde die Insel ein und entledigen sich der pelzigen Bewohner auf äußerst unsanfte Art in dem sie diese, fast schon wortwörtlich, zum Mond schießen.
    Aber DK wäre nicht DK, wenn er sich so unfreundliche Handhabe einfach so gefallen ließe, also schultert er einen seiner Gefährten und wummert die kräftigen Pranken auf die gewaltige Affenbrust, damit Pinguin und Frost-Hase recht schnell das große Zittern überkommt...

    Gameplay
    Tatsächlich gestaltet sich dieses Unterfangen, gerade für den eventuell noch unerfahrenen Jump`n Run Anfänger als ziemliches Himmelfahrtskommando. Es soll gesagt sein, dass dieses Spiel einen wirklich saftigen Schwierigkeitsgrad aufweist. Ich kann dabei nicht richtig deuten, ob dies auch früher schon der Fall war, da mein letztes DK noch auf dem SNES war und ich gerade heute oft mal das Gefühl hab, dass man früher bezüglich Schwierigkeitsgrade eher unempfindlich war und heute generell von zu viel 08/15 easypisie Kram verwöhnt wird.

    Ansonsten haben wir hier ein fast schon klassisches Jump`n Run, wie es sein sollte. Das Spiel geht von Anfang an straff los und zieht auch noch viel zügiger an, als manch einem vielleicht lieb ist. Spätestens in Welt 2 bemerkt man dann, dass dieses Spiel nichts für Leute mit kurzer Zündschnur ist. In den unglaublich liebevoll gestalteten Leveln wird einem wenig geschenkt und jede Unachtsamkeit wird sofort mit dem Tode belohnt. Man hat manchmal das Gefühl, jede Plattform und jeder Stein ist mit großer Sorgfalt in den riesigen Levels platziert worden, da man oft scheinbar nur eine Millisekunde zu früh, oder zu spät abspringt und dafür dann prompt den sprichwörtlichen Tritt in den Hintern bekommt.

    Dk schenkt dir als Spieler außer einer unglaublich liebevoll gestalteten Umgebung oft wenig, verglichen mit den spartanischen Fähigkeiten, die euer Team mitbringt. In Singleplayer steuert ihr DK, der wie gesagt einen ausgewählten Partner auf die kräftigen, pelzigen Schultern nimmt und somit dessen Fähigkeiten zur Hilfe nehmen kann. DK selber ist an Einfachheit kaum zu überbieten. Er kann Springen, Rollen und auf den Boden klopfen. Während der jeweilige Partner besondere Sprungfähigkeiten besitzt, agiert der große Affe eher plump.
    Wenn man den Bogen zu späteren Stunde aber raus hat und seine eigenen spielerischen Sinne aufgrund der vielen erbarmungslosen Gefechte und knallharten Levelpassagen aufs äußerste geschärft hat, steuert sich euer Affe oft wie Sahne und man fühlt sich, als hätte man nie was anderes gemacht, als mit DK durch auseinander brechende Berge zu rollen, in rasanten Loren zwischen riesigen Kreissägen über die Schienen zu preschen, oder auf schwer zu kontrollierenden Raketenfässern gigantischen, herum rollenden Käseleibern auszuweichen... Das alles klingt genauso kurios, wie es sich am Ende auch tatsächlich spielt und ich denke dies alles war auch ein Grund dafür, dass ich schlussendlich von diesem Spiel ziemlich überwältigt war.

    Von den verschiedenen Arten der Reittiere aus dem alten SNES Ableger ist nur Rambi das Nashorn übrig geblieben. Damals erschien einem der Level, auf dem Rücken Rambis sehr sicher und so gut, wie problemlos abgehakt, heute bleiben die Level jedoch auch auf dessen Rücken äußerst erbarmungslos, denn hier sind meist nicht die Gegner das Problem, sondern die Level selbst setzen euch knallhart zu. Ich muss sagen, dass ich selten ein Spiel gespielt hab, in dem ich in so manchem Level an die 40 Leben gelassen hab und am Ende dennoch vollkommen hin und weg war von selbigem.

    Es gab viele dieser Momente, in denen ich am verzweifeln war und trotzdem einfach nur begeistert. Ein nahezu perfektes, geniales Jump `n Run.

    Setting
    Wir bewegen uns hier in mannigfaltigem Terrain. Ob zu Lande, oder zu Wasser, im Dschungel, in der Steppe, in den Alpen, oder in der Eishölle. Alles ist vertreten. Sehr abwechslungsreich und durch gestylt. Ich hab fast jede Welt und jeden Level mit freudiger Erwartung betreten und gespielt.

    Technik
    Scheinbar als 2D Jump´n Run getarnt, versteckt sich hier ein 2,5D Spiel. Hintergründe werden in 3D berechnet und interagieren mit den Figuren auf dem Spielfeld. Käseleiber rollen von im Hintergrund befindlichen Rampen inmitten euer Flugbahn, oder Bosse verdrücken sich auf eine andere Ebene, so dass ihr sie mit Gegnern bewerfen müsst, um ihnen beizukommen.
    Kanonenfässer befördern euch durch Mienenlandschaften in alle Richtungen und im falschen Moment abgeschossen kracht ihr direkt in explodierende Fassreihen und verabschiedet euch ins Nirvana.

    Die Level sind des öfteren so unglaublich Detailreich und sorgfältig gestaltet, dass es eine wahre Wonne ist. Es stockt einem wahrhaftig der Atem, wenn man durch einen tosenden Sturm von im Sturm selbst herum fliegenden Landstücken zu Landtücken springt, nix als den gähnenden Abgrund unter euch, oder vor riesigen Kraken flüchtet, die versuchen euch ans Leder zu wollen und wenn man hölzernen Obstmanschrobotern ausweicht, die von allen Seiten, von einem garstigen Pinguin, gesteuert nach euch schnappen.

    Nahezu jeder Level wird von spitzenmäßigem Sound begleitet. Ich hab oft nur deshalb auf dem Gamepad gepielt, um die Kopfhörer anzuschließen und komplett in der riesigen Party einzutachen, die da manchmal in den Welten abging. Leider ist dies der einzige Vorteil des Gamepads. Keine weitere Verwendung, oder sonstige Gimmiks, außer Off-TV Play...
    Aber zurück zur Party. Ja, mancher Level ist nix anderes, als eine riesengroße Party. Ganz speziell hervorheben muss ich hier mal Level 3-1. Hier steppt so der Bär, dass man das einfach gesehen haben muss. Ich habe diesen Level augenblicklich erneut gespielt, weil ich gar nicht fassen konnte, was hier los ist. Hier tanzen sogar die Bäume zu der afrikanisch angehauchten Karnevalsmusik und Tier-Figuren werden wie in einer Parade durch den Level geführt, über die man klettert und springt und ähnlich ist das in vielen Levels. Wirklich grandios!

    Fazit
    Ich will nun zum Schluß kommen, da man viel mehr zu DKC:TF nicht sagen kann und auch nicht muss. Es ist ein Jump´n Run, nicht mehr nicht weniger...aber was für eins!!! Ich war Anfangs nicht begeistert, als es hieß Retros Geheimprojekt ist ein neues DK und obwohl ich außer Super Metroid auf SNES kein anderes Metroid gespielt habe, hätte ich anfänglich lieber ein Spiel dieser Serie erwartet. Aber hätte ich damit auch soviel Spaß gehabt, wie mit DK? Rückwirkend betrachtet, denke ich sicher nicht. Ich habe DKCR auf Wii auch nicht gespielt, da es diesen hier ja sehr ähnlich sein soll, kann ich verstehen, wenn nicht jeder so begeistert vom neuen DK ist, wie ich ich es war. Für mich jedenfalls war es das Überraschungshighlight des bisherigen Jahres. Ich habe nichts erwartet und für recht wenig Geld sehr viel Spaß geboten bekommen. Ich war von DK so überwältigt, dass mir das so hochgelobte Mario 3D World direkt im Anschluss regelrecht fade und uninspiriert erschien. DK ist eines dieser Spiele, die mir wieder ganz deutlich klar machen warum ich mich für Nintendo entschieden habe. Es ist genau die Definition eines Nintendospiels für mich. Es sieht nett aus, macht Party, ist unglaublich selbstironisch, scheiße-schwer, genialer Sound und bringt jede Menge FUN FUN FUN!
    Ich habe mich in dieses Spiel verknallt und nur ein Spiel in diesen Jahr wird es für mich wohl übertreffen und das wird MK8 sein!
    Wer DK nicht gespielt hat, der hat was unglaublich geniales verpasst, das kann ich euch sagen. Ich kann nicht sagen, ob DKCR von Wii es tatsächlich obsolet macht, kann es aber aus meiner Sicht ganz klar uneingeschränkt empfehlen und zumindest jeder, der etwas Interesse dran hat sollte sich überwinden und zuschlagen!


    9/10 (Abwertung nur aufgrund der langen Ladezeiten, die etwas ärgerlich sind und wegen des komplett vernachlässigten Gamepads)
    Geändert von FliP (28.05.2014 um 10:19 Uhr)
    Caro likes this.
    "One must keep his friends
    close Raziel...,
    but his enemys even CLOSER!!!"

    -Kain-
    Lagacy of Kain: Soul Reaver 2

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